Baugesellschaft München-Land präsentierte einen Meilenstein in der Josef-Seliger-Siedlung in Ottobrunn

Ein weiterer Meilenstein für die Neubebauung der Josef-Seliger-Siedlung in Ottobrunn ist geschafft: Die Baugesellschaft München-Land (BML) präsentierte vier von zehn Häusern mit 38 Wohnungen, die im zweiten Bauabschnitt bezugsfertig sind. Die restlichen Häuser sollen im Frühsommer und Herbst 2020 fertig werden. Dann werden es insgesamt 85 Mietwohnungen in diesem Bauabschnitt sein.

Nach einem Architektenwettbewerb wurde 2015 der erste Bauabschnitt mit 51 Wohnungen, Tiefgarage, Gemeinschaftsfläche und Räumen für die AWO fertig. 2016/17 folgte der Abriss maroder Häuser aus den 50er Jahren. Durch die Insolvenz des Generalunternehmers erfolgte 2018 die Neuausschreibung. Doch nun läuft alles nach Plan.  

Mehr Wohnraum für kinderreiche Familien

Insgesamt entstehen in drei Bauabschnitten 150 Wohnungen. Das sind etwas weniger Wohnungen als ursprünglich geplant, weil mehr „kinderreiche Familien berücksichtigt werden, die auf dem freien Markt kaum bezahlbaren Wohnraum finden“, so BML-Geschäftsführer Ulrich Bittner. Es entstehen mehr 4- bis 5-Zimmerwohnungen und etwas weniger Kleinwohnungen für Nettomieten von 9,97 € pro Quadratmeter. Im zweiten Bauabschnitt entstehen nun 85 Wohnungen in zehn Häusern. Vier Häuser sind nun bezugsfertig. Drei Häuser haben vier Vollgeschoße mit Aufzug, ein Haus wurde mit drei Vollgeschoßen und ohne Aufzug gebaut. Die obersten Geschoße aller Häuser werden als Laternengeschoße ausgeführt.

Sozial genutzte Wohnungen

Als sozialer Träger erhält die Regenbogen Wohnen gGmbH in einem Haus 11 Wohnungen für besondere Wohnformen. Insgesamt wurden 28 Zwei-, 1 Drei- und 9 Vier-Zimmerwohnungen realisiert. In einer Tiefgarage, die an die bestehende Tiefgarage des ersten Bauabschnitts angrenzt, gibt es 90 Stellplätze. Die Mieter erhalten Kellerabteile, Fahrradabstellräume und Trockenräume. Im Außenbereich werden ein Mülltonnenhaus, Stellplätze und Spielplätze errichtet.

Gesamtkosten von 31,5 Millionen Euro

Die Gesamtkosten inkl. Grundstück betragen 31,5 Mio. €. Neben einer Finanzierung mit Darlehen werden 17 Wohnungen mit einkommensorientierten Fördermitteln des Freistaates realisiert. Für 19 Wohnungen stehen Mittel der Landkreisförderung zur Verfügung. 49 Wohnungen sind frei finanziert. Mit einer  Kapitaleinlage bei der BML von 1,8 Mio. € sichert sich die Gemeinde Ottobrunn das Belegungsrecht. Die BML steuert das Grundstück (4,254 Mio. €) sowie Eigenmittel (3,5 Mio. €) bei.

Staat müsste sich mehr im sozialen Wohnungsbau engagieren

Mit der Fertigstellung aller drei Bauabschnitte erhalten die Mieter weitgehend barrierefreie Wohnungen mit zeitgemäßen Grundrissen. „Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum wird größer, dabei verringert sich die Zahl der Sozialwohnungen seit Jahren“, schildert BML-Geschäftsführer Ulrich Bittner ein allgemeines Problem. Bei vielen geförderten Wohnungen läuft die Bindung aus und für private Investoren gibt es kaum Anreize zum Neubau preisgünstiger Wohnungen. Deshalb engagieren sich vor allem kommunale, kirchliche Wohnungsunternehmen und Genossenschaften im sozialen Wohnungsbau. Landkreis München, Gemeinde Ottobrunn und Regierung von Oberbayern setzen mit ihren Mitteln wichtige Impulse. „Die Bemühungen sollten vom Staat stärker unterstützt werden“, so Ulrich Bittner.

Nach der Besichtigung lud die BML alle Gäste, darunter Landrat und BML-Aufsichtsratsvorsitzender Christoph Göbel, Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer sowie Gemeinderäte und Vertreter der Regierung von Oberbayern, des Landkreises München, der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg und der Regenbogen Wohnen gGmbH, zum Abendessen ins Wirtshaus Ayinger ein.